Illegale CDs von Sony Music?

Erst vor wenigen Tagen hatte ich berichtet, dass ein Iron Maiden-Fan nach einer Abmahnung seine gesamte Sammlung zerstört hat. Auslöser für diese Aktion war eine von den Anwälten beanstandete CD, die früher über den Fachhandel vertrieben und verkauft worden ist. Jetzt lese ich, dass in Mexico Sony Music angeblich illegale CDs in den Handel gebracht hat oder bringen wollte. Auch das wäre vermutlich wieder einmal ein Fall in dem ehrlichen Kunden die Dummen sind. Bei einem späteren Verkauf dieser vermeintlich legalen CD könnte es zu einer Abmahnung kommen.

Was läuft in unserem System eigentlich falsch? Amazon löscht gekaufte E-Books von den E-Book-Readern seiner Kunden, Sony scheint illegal CDs zu veröffentlichen, ohne die Rechte daran zu besitzen. Und die Lobby-Verbände beschweren sich über zurückgehende Umsätze. Bin ich der Einzige, der hier einen Zusammenhang sieht?

So sehr die Musik-Industrie auch versucht ihre antiquierten Geschäftsmodelle zu schützen, es wird Zeit für Veränderungen. In den Köpfen und in unseren Gesetzen muss sich etwas ändern. Und damit meine ich auch Rechtssicherheit für Verbraucher.

Bis der Bedarf entsprechender Reformen erkannt wird werde ich kein Geld für Musik ausgeben. Lieber nutze ich die kostenfreien, legalen Alternativen. Wer es noch nicht kennt sollte einen Blick auf ‚TheLastRipper‚ werfen. Damit kann man die Songs von Last.fm als mp3-Dateien speichern.

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Published in: on 9. September 2009 at 19:56  Schreibe einen Kommentar  
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Bundestagswahl: Sind wir schon wütend genug für eine Veränderung?

Am 27. September ist Bundestagswahl, aber wird sich etwas verändern? Viele Menschen fühlen sich von den Politikern verarscht. Wie ich meine zur Recht. Aber sind wir schon wütend genug, um etwas zu ändern? Genau das ist die Frage, die am bei der nächsten Wahl für mich im Mittelpunkt steht.

Wie oft waren die Wahlversprechen bereits bei Schließung der Wahllokale vergessen? Wie sehr habe ich mich über die Selbstbedienungsmentalität  einiger Politiker geärgert? Warum haben sich unsere Politiker bei Gesetzten immer mal wieder Sonderregelungen für sich selbst geschaffen und niemand hat sie gestoppt? Wie sehr wurden wir schon von Politikern belogen, ohne dass es Konsequenzen gehabt hätte? Mir reicht es!

Für Veränderungen muss man kämpfen. Wir müssen unsere Stimme erheben und zeigen, was uns nicht passt. Nicht wählen ist in den letzten Jahren für immer mehr Menschen die Antwort an die Parteien gewesen. Geändert hat sich dadurch nichts. Versuchen wir es doch einmal anders:

Geht zur Wahl und wählt die Piratenpartei!

Manch einer wird fragen „Warum soll ich die denn wählen?„. Dafür gibt es zwei Gründe:

  1. Aus Protest!
  2. Wegen der Inhalte!

Der oben gezeigte Ausschnitt aus dem Film „Network“von Sidney Lumet stammt aus dem Jahr 1976. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es genau das ausdrückt, was ich als Wähler in den letzten Jahren immer wieder gedacht habe und am liebsten unsern sogenannten Spitzenpolitikern zurufen würde:

Ihr könnt mich alle am Arsch lecken, ich lasse mir das nicht länger gefallen!

Published in: on 8. September 2009 at 13:26  Comments (5)  
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Kinderpornografie-Verdächtiger verklagt Polizei auf Herausgabe beschlagnahmter Datenträger

Auch ohne die neuen Zensur-Gesetze wären die Ermittlungsbehörden in der Lage gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet vorzugehen. Verdächtige können die Staatsanwälte auch mit den alten Gesetzen ermitteln. Wenn dann aber auf Grund Personalmangels bei der Polizei gegen diese Verdächtigen nicht vorgegangen werden kann, ist das schon ein Skandal. Viel schlimmer ist, wenn das Beweismaterial an einen Verdächtigen zurückgegeben werden muss, da es nicht innerhalb von anderthalb Jahren ausgewertet werden konnte.

So müssen nach dem Urteil des Landgerichts Magdeburg nun offensichtlich beschlagnahmte Datenträger einem Verdächtigen zurückgegeben werden. Der hat dann alle Zeit das Beweismaterial zu vernichten und kommt ungestraft davon. Wobei man nicht vergessen sollte, dass auch in diesem Fall die Unschuldsvermutung gilt. Die Strafverfolgungsbehörde müssen also die Schuld beweisen, was in Sachsen-Anhalt wegen des Personalmangels bei der Polizei nun nicht möglich ist.

Der erste Oberstaatsanwalt hat für sich nun Konsequenzen gezogen und den Kampf gegen Kinderpornografie aufgegeben. Obwohl die Gewerkschaft der Polizei immer wieder auf den Personalmangel bei der Polizei hinweist, scheint vielen Politikern das Problem nicht wichtig genug zu sein. Anders lässt sich jedenfalls nicht erklären, warum seit dem Jahr 2000 fast 10.000 Stellen im Polizeivollzug weggefallen sind.

Unsere Politiker machen sich in meinen Augen lächerlich, wenn sie nach immer neuen Gesetzen rufen und gleichzeitig die ermittelten Verdächtigen nicht vor Gericht bringen. Die Schuld für eine mangelhafte personelle Ausstattung der Polizei trägt eindeutig die Politik. Damit trägt auch die Politik die Verantwortung, wenn verdächtige Kinderschänder und  Pädophile in Deutschland frei herum laufen.

Das gerade verabschiedete „Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen“ wird den Opfern nicht helfen. Und die Täter werden von Politikern geschützt, die den Personalmangel bei der Polizei lieber wegdiskutieren anstatt wirklich etwas zu unternehmen.

Falsche Behauptung im Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009

Der Wahl-O-Mat von Spiegel Online und der Bundeszentrale für politische Bildung soll bei der Entscheidungsfindung für die anstehende Bundestagswahl 2009 helfen. Dazu muss man verschiedenen politischen Thesen zustimmen oder diese Ablehnen. Vor der eigentlichen Auswertung erscheint ein Text mit folgendem Inhalt:

Im oberen gelben Kasten finden Sie die Parteien, die bereits im Bundestag vertreten sind.

Darunter in einem gelben Kasten stehen: CDU/CSU, FDP, GRÜNE, SPD, DIE LINKE

Und wieder einmal wird unterschlagen, dass die Piratenpartei mit Jörg Tauss bereits im Bundestag vertreten ist. Dabei sollte Spiegel Online es doch besser wissen. Immerhin hat der Spiegel selbst darüber berichtet, dass Tauss als Pirat im Bundestag sitzt. Diese konsequent falsche Darstellung in den Medien stellt in meinen Augen eine negative Beeinflussung der Wähler dar. Jede andere Partei würde vermutlich juristisch dagegen vorgehen. Aber das ist zum Glück nicht der Stil der Piratenpartei. Wir können uns aber per E-Mail zu Wort melden.

Beschwerden gegen diese falsche Behauptung kann man richten an: info@wahl-o-mat.de

Screenshot vom Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009

Screenshot vom Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009